B1 - Entwicklung und Betrieb

Das Tätigkeitsfeld der B1-Kollaboration ist Konstruktion, Bau, Betrieb und Weiterentwicklung von Teilchenbeschleunigern, speziell der Beschleunigeranlage „Mainzer Mikrotron“ (MAMI). MAMI ist eine Kaskade von Mikrotronen, die weltweit einmalig ist und einen Elektronenstrahl höchster Qualität von bis zu 1.5GeV bei 100μA liefert (1.500.000.000V Spannungsäquivalent bei einem Strom von 0.0001A entspricht 150kW Strahlleistung). Der Aufbau dieser Anlage, beginnend mit einer noch relativ kleinen Mikrotronstufe, zum größten Rennbahn-Mikrotron der Welt und dann, als bisher letzte Stufe, ein neuartiger, in unserer Arbeitsgruppe erdachter und entwickelter Mikrotrontyp, dem Harmonischen Doppelseitigen Mikrotron, verhalf der Mainzer Arbeitsgruppe zu internationaler Anerkennung. Zu unseren Aufgaben gehört – neben dem Betrieb dieser Anlage – zum einen deren Weiterentwicklung für die Anforderungen neuer Experimente in der Kernphysik, z.B. durch Erhöhung der Ausschussenergie, zum anderen die Konzeption weiterer für die Kernforschung geeigneter Teilchenbeschleuniger. Hier arbeiten wir zurzeit z.B. gemeinsam mit Kollegen aus Bonn, Dortmund und Jülich, an dem Entwurf eines Elektron-Nukleon Kolliders, der in die Beschleunigeranlagen des FAIR Zentrums in Darmstadt, integriert werden kann.